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THEMA - KRIEG

Ich weine und Schrei
Ich weine und Schrei

Dieses Bild habe ich während des "Golf-Krieges" gemalt. Und leider sind die Kriege auf unserer Erde nicht weniger geworden, sondern sogar noch schlimmer. Zu dem Thema "Krieg" habe ich zwei Gedanken geschrieben: Ich weine und Schrei

 

Ich weine

 

Die Tränen sie fließen

nach Innen gekehrt,

ganz still und lautlos

so stark ist mein Schmerz.

 

Ich weine so leise

über jenes Kind

das heute giftige Raketen

in den Himmel schießt.

 

Auch groß ist mein Schmerz

um jene Sonne dort,

die hinter undurchsichtigen Wolken

verglüht umsonst.

 

Ich möchte rufen:

"Verdammt, haltet ein".

Doch niemand hier und dort

hört dies' hilfslose Schrei'n.

 

Sehr still weine ich

über mich selbst

und die vielen Menschen

auf dieser verbrennenden Welt.

 

Auch Tränen fließen

in meinen Raum,

für Bäume und Blumen,

wo sind sie? Ich sehe sie kaum!

 

Und leise, sehr leise

fließen sie noch,

diese stummen Tränen,

mein Schmerz ist groß!

 

K.St.B. 05.02.1991

 

Schrei

 

Verdammt, habt ihr denn kein Herz?

Wo sind denn eure Augen?

Sagt mir, wo habt ihr die Blumen gelassen?

Und die Bäume, wo sind ihre Blätter?

 

Ihr, wir Menschen auf dieser Welt,

wo sind unsere Arme? Wo die Beine?

Wo sind die vielen Köpfe?

 

Ich schreie dich an, du Mann,

ich frage dich, wo hast du das Kind gelassen?

Was ist mit ihm geschehen?

Es war da, es war in dir,

wo, sag doch endlich - wo ist es?

Ich will es wissen.

Siehst du nicht, hörst du nicht wie es weint?

Es möchte so gerne auf der Wiese hüpfen und Blumen pflücken.

Es möchte singen und tanzen und auf Bäume klettern.

Es möchte hinter bunten Schmetterlingen springen.

So bleib doch steh'n, du verdammter Kerl, schau es an.

Warum tust du so, als wärst du blind?

 

Mein Kopfkissen ist zerfetzt vor Wut,

nass ist es von den schmerzenden Tränen,

meine Angst, meine Wut, meine Verzweiflung,

sie strömen blutig aus meiner Nase,

mein Kopfkissen ist verbraucht,

ein neues, weiches, warmes Kissen möchte ich so gerne haben.

 

Ich möchte auch wissen,

warum wir Menschen nicht stille sitzen können,

in der Sonne,

mit im Schoß ruhenden Händen.

Warum mit ihnen Raketen bauen?

Warum Gift verbreiten?

Warum nur?

Verdammt, ihr verfluchten Hände,

nicht bewegen sollt ihr euch,

sondern nur ruhen im Schoß.

 

Ich möchte so gerne die Sonne und die weißen Wolken sehen.

Ich möchte der Strahlen Wärme spüren,

auf meinem Rücken, auf meinen Armen,

auf meinen vor Angst verkrampften Leib.

Nicht weinen, sondern tanzen möchte ich,

ich möchte leben ...

wir möchten leben ...

verdammt, ich - wir - wollen leben ...

 

Hört ihr mich?

Hört ihr unser Rufen?

Hört ihr, wie wir schreien?

 

K.St.B. April 1991 

 


Die Nacht ist vorueber
Die Nacht ist vorueber
Der Tag ist vorueber
Der Tag ist vorueber
Die Naechte und Tage gehen vorueber
Die Naechte und Tage gehen vorueber

K.St.B. 2005


Vor dem Krieg
Vor dem Krieg
Nach dem Krieg
Nach dem Krieg

K.St.B. 2005


Die blutigen Tränen der Kriege
Die blutigen Tränen der Kriege

Die blutigen Tränen der Kriege

 

Ein Schuss

eine Frau schaut erstaunt auf ihren Laib

dann sackt sie zusammen

sie und ihr unfertiges Kind wurden getroffen

ihre schon geborenen Kinder warten in der Hütte

auf das von der Mutter versprochene Brot

 

Ein Auto explodiert mit einem Knall

Flammen zischen zum blauen Himmel

den Menschen in der Nähe wird keine Zeit zum Beten gewährt

sie fliegen zerstückelt durch die Luft

die jetzt nicht mehr die Düfte des Lebens weiterträgt

 

Warnend heulen Sirenen

künden feindliche Bombenflieger an

aber nein, das war einmal

die Menschen von damals haben nur geträumt

und manchmal erzählen sie die Schrecken aus jener Zeit ihren Enkeln

doch die Erzählungen verblassen

und nach wie vor werden die blutigen Tränen der Kriege fließen

solange Menschen auf diesem einmalig schönen Planet leben

 

 

© Karin Steinberg-Berge 24.08.2013

K.St.B. 2013


Hier ein Video mit Bettina Wegner mit dem Lied "Soldaten". Das Video kann man auch bei youtube.de anhören.

Hier der Link:

http://www.youtube.com/watch?v=rJQQ7yMEmZs&list=RDkCHr7faDtu8


Marlene Dietrich UNICEF GALA 1962 " sag mir wo die Blumen sind "

http://www.youtube.com/watch?v=AybZIw8BRIM


Thema - Leben und Tod

Wenn das Meer sich erhebt - Foto
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K.St.B. 2008


Für die folgenden 4 Grafiken habe ich mich durch das REQUIEM von Giuseppe Verdi inspirieren lassen. Für mich ist Verdis Komposition einer der größten musikalischen Werke. Die vier Themen werde ich auch noch mit Ölfarben auf Leinwand malen.

4 Grafiken: K.St.B. 17.08.2010

Dies Irae
Dies Irae

Dies Irae

 

Dies irae, dies illa,

Solvet saeclum in favilla:

Teste David cum Sibylla.

 

Quantus tremor est futurus,

Quando iudex est venturus,

Cuncta stricte discussurus!

-----

Tag der Rache, Tag der Sünden,

wird das Weltall sich entzünden,

wie Sibyll und David künden.

 

Welch ein Graus wird sein und Zagen,

wenn der Richter kommt, mit Fragen,

streng zu prüfen alle Klagen!

Lacrymosa
Lacrymosa

Lacrymosa

 

Lacrimosa dies illa,

Qua resurget ex favilla

ludicandus homo reus:

Huic ergo parce Deus.

Pie Jesu Domine,

dona eis reguiem.

Amen.

-----

Tag der Tränen, Tag der Wehen,

da vom Grabe wird erstehen

zum Gericht der Mensch voll Sünden. 

Lass ihn, Gott, erbarmen finden,

Milder Jesus, Herrscher Du,

schenk den Toten ew'ge Ruh.

Amen!

Libera Me
Libera Me

Libera Me

 

Libera me, Domine, de morte aeterna

in die illa tremenda;

quando coeli movendi sunt et terra:

dum veneris judicare saeclum per ignem.

Tremens factus sum ego et timeo,

dum discussio venerit atque ventura irae,

quando coeli movendi sunt et terra.

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Rette mich, Herr, vor dem ewigen Tod

an jenem Tage des Schreckens,

wo Himmel und Erde wanken,

da Du kommst, die Welt durch Feuer zu richten. 

Zittern befällt mich und Angst,

denn die Rechenschaft naht

und der drohende Zorn.

Lux Aeterna
Lux Aeterna

Lux Aeterna

 

Lux aeterna luceat eis, Domine,

cum sanctis tuis aeternam:

quia pius es.

Requiem aeternam dona eis, Domine;

et lux perpetua luceat eis,

cum sanctis tuis in aeternam;

quia pius es.

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Das ewige Licht leuchte ihnen, oh Herr,

bei deinen Heiligen in Ewigkeit:

denn Du bist mild.

Herr, gib ihnen die ewige Ruhe,

und das ewige Licht leuchte ihnen;

denn Du bist mild.