Amrum

Aufenthalt auf Amrum 2013

Fotos


Bereits 1983 war ich zum ersten Mal auf Amrum. Diese Insel wurde für mich eine stille Oase, in der ich Kräfte sammeln konnte. Stundenlang bin ich dort gelaufen oder mit dem Rad gefahren. Habe viel geschrieben, fotografiert oder habe einfach nur die Gedanken wandern lassen. In diesem Jahr, also 2013, war ich wieder dort und zum ersten Mal konnte ich mit meiner Digital-Kamera fotografieren.

Siehe auch Video am Ende dieser Seite


Bohlenwege

 

Bohlenwege führen uns dorthin wo sie enden.

Und doch wirken sie auf uns endlos.

Schritt für Schritt gehen wir auf ihnen.

Und mit jedem Schritt kommen wir uns ein wenig näher.

Wir laufen nicht von uns fort, wir laufen zu uns hinein.

So, dass unser Inneres eine endlose Weite bekommt.

Wir können diese Weite fühlen.

Wir atmen tiefer und breiter.

Dann ist die Lebenslast kleiner, das Lebensglück größer.


Kniepsand

 

Wo der Bohlenweg auf einer Plattform endet,

wo man das Leben in den Dünen hinter sich lässt,

da bleiben wir ergriffen stehen,

da pfeift uns der Wind um die Ohren,

da weiten sich unsere Lungen,

da sehen wir die endlose Weite des Kniepsandes,

da können wir die Nordsee auf uns einwirken lassen,

da vergessen wir die Zeit,

da halten die Uhren für uns an.


Wald

 

Der Wind rauscht durch die Bäume,

Licht und Schatten sind unsere Begleiter,

und da ist auch noch der Ruf des Kuckucks,

mal hier, mal dort, mal laut, mal schwach,

je nachdem wo er sich gerade aufhält,

je nachdem von wo der Wind kommt,

der uns den Duft der Laub- und Nadelbäume bringt,

gemischt mit dem Duft der nahen Heide,

den Gräsern in den Dünen,

des Sandes und des Meeres.

Mit jedem Schritt wird unser Dasein leichter.


Vogelkoje

 

Ich bin ganz allein in der Vogelkoje.

Sitze auf einer Bank mit Blick auf den See.

Bin ich wirklich allein?

Nein, denn da sind so viele Stimmen.

Das laute Schnattern der Graugänse und Enten.

Das Gekreische der Möwen.

Das starke Plätschern des Wassers wenn die

Graugänse sich jagen und auffliegen.

Das Rauschen des Windes durch die Bäume.

Und was ist das?

Es klingt wie das Miauen einer Katze.

Sind es Balz oder Liebestöne?

Ich habe so etwas noch nie gehört.

Jetzt pfeift auch der Wind viel stärker

und einige Regentropfen fallen zaghaft auf meine Hand.

Ich friere und will mich erheben.

Aber Hallo, wer besucht mich denn da?

Eine Möwe setzt sich genau vor mir auf das Geländer

und lässt sich einfach so fotografieren.

Und bevor ich mich bei ihr bedanken kann,

fliegt sie davon.

Es ist wirklich sehr kalt geworden.

Der See liegt still und glatt da.

Die Gänse und die Enten sind alle

mit viel Getöse weggeflogen.

Auch ich verlasse den friedlichen Ort

und werde durch den Wald zurück

zu meiner warmen Wohnung laufen.

 


Watt

 

Gleichklang

Friede

Leben

Man darf teilhaben

Man darf mitfliegen


Video mit Fotos, Texte und Hintergrundmusik

Was ist Amrum für mich? Es ist eine Insel auf der ich Lebenskraft aus der Stille schöpfe. Hier könnt ihr Fotos und Texte anschauen und lesen, die ich 2013 während meines Aufenthaltes auf Amrum gemacht habe. 1983 war ich zum ersten Mal auf Amrum. Mein Roman "Begegnung auf Amrum" entstand zu jener Zeit.